Bürgerstiftung Warburg

Bürgerstiftungen sind unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftungen von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagieren sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenzten Raum und sind in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres Einzugsgebietes tätig. Sie unterstützen mit ihrer Arbeit das bürgerschaftliche Engagement.

Die Bewegung der Bürgerstiftungen kommt aus den USA. Die erste "Community Foundations" (Bürgerstiftung) wurde 1914 in Cleveland, Ohio, von Frederick Goff gegründet.

Nach der Gründung der ersten Bürgerstiftungen in Gütersloh und Hannover auf Basis der nordamerikanischen Community Foundations waren alle daran Beteiligten begeistert, diese Idee weiter zu verbreiten. Ihr Kalkül war, dass sich aufgrund der verschiedenen Beteiligungs-möglichkeiten - mit Ideen, Zeit und Geld - niemand dem Ziel verweigern könne, die Zukunft der Zivilgesellschaften zu verbessern. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis sich ein Gründungsboom ungeahnten Ausmaßes beobachten ließ.

400 Bürgerstiftungen gibt es in Deutschland.  Sie können sich bei ihrer lokalen Bürgerstiftung als Stifter und Spender engagieren oder Förderung beantragen. Bürgerstiftungen gibt es in allen Bundesländern außer im Saarland. Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen mit 112, gefolgt von Baden-Württemberg mit 101 und Niedersachsen mit 60 Bürgerstiftungen. Das Stiftungskapital betrug zum 31.12.2015 insgesamt 333,8 Millionen.  Die Förderausgaben der deutschen Bürgerstiftungen in 2015 betrugen 16,1 Mio. Euro, die aus den Erträgen und den Spendenaufkommen gespeist wurden. 

Stand: 31.12.2015  Quelle: Reportl Bürgerstiftungen Fakten und Trends 2016  www.aktive-buergerschaft.de